Heute veröffentlichte der D.A.R.C. die Information, dass es in 2016 keine erneute Freigabe für das 70 MHz Band geben wird – ein Tiefschlag für alle deutschen Funkamateure die sich auf eine Freigabe gefreut hatten um das Band weiter zu erforschen. Abseits dieser Meldung wurde bekannt, dass aber weiterhin die Neubeantragung oder Verlängerung bestehender Experimentalfunkgenehmigungen wie z.B. DI2MN möglich sind. Diese sind aber mit einer fixen Frequenz belegt z.B. 69.950 MHz und können dadurch nur X-Bandbetrieb machen.

Hier der genau Text der D.A.R.C. Meldung vom 04.05.2016

Dank der Initiative des Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. und Rundem Tisch Amateurfunk (RTA) kamen alle Funkamateure in Deutschland in den Jahren 2014 und 2015 in den Genuss einer Duldungsregelung für Funkbetrieb im 70-MHz-Bereich. Zur Sporadic-E-Saison war zeitlich befristet Amateurfunkbetrieb von Anfang Mai bis Ende August möglich. Mit der Gestattung im Jahr 2014 waren damit erstmals seit 1957 wieder Arbeitsmöglichkeiten im Rahmen des Amateurfunkdienstes auf dem 4-m-Band in Deutschland möglich.

Für das Jahr 2016 hatte der DARC über den RTA bereits am 4. November 2015 um eine erneute Duldungsregelung gebeten. Mit Verweis auf die frequenzpolitische Situation im VHF-Bereich hat die Bundesnetzagentur wegen der Ablehnung durch das Verteidigungsministerium dem erneuten Wunsch der Funkamateure jedoch nicht entsprochen. Der Ermessensspielraum einer Duldungsregelung basiert ohnehin nur auf nationalen Gestattungen nach ITU-Artikel 4.4, weil für das 70-MHz-Band keine Zuweisung im Artikel 5 der ITU Radio Regulation (Vollzugsordnung Funk) an den Amateurfunkdienst besteht. Die im letzten Jahr von der IARU-Region 1 veranlasste Eintragung in die European Common Allocation Table, kurz ECA, stellt lediglich eine Nutzungsbeschreibung dar und begründet keinen Anspruch auf Nutzung in allen Ländern. Der RTA steht weiterhin mit der Behörde und Ministerien in Kontakt, um in den Folgejahren eine erneute Duldungsregelung im 70-MHz-Bereich zu erzielen.

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